Tutorial zur Erstellung von Geländegrafiken

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Da ich auf Interessenten gestoßen bin, beschreibe ich hier wie ich die Grafiken für die Karte, die im Video oben zu sehen ist, erstellt habe. Das Erstellen selbst erfordert in der hier beschriebenen Art keine besonderen Kenntnisse von einem Grafikprogramm wie Gimp oder Photoshop. Die Qualität des Ergebnisses hängt primär von der guten Texturauswahl und der Geduld des Erstellers ab, denn eine Fleißarbeit ist es auf jeden Fall. Ich halte mich bei der Beschreibung an Gimp, jedoch sind die Schritte in Photoshop sehr ähnlich durchführbar.

Als erstes erstellt man ein neues Bild. Die Größe ist nicht entscheidend, da man die Bildgröße bei Bedarf jederzeit erweitern kann. Ich habe zunächst mit 800×800 Pixeln begonnen. Da wir einzelne Kartenteile erstellen wollen, die später beliebig zusammengesetzt werden, richten wir uns erstmal ein Raster ein: Bild -> Raster konfigurieren. Als Abstand habe ich für Breite und Höhe 100 Pixel gewählt, da ich 100×100 Pixel Kartenteile möchte. Um das Raster auch zu sehen, muss der Haken unter Ansicht -> Raster anzeigen gesetzt werden.

Für das weitere Vorgehen benötigen wir passende Texturen. Freie Texturen gibt es im Netz reichlich zu finden. Eine kleine Sammlung freier Texturseiten gibt es hier. Gefundene Texturen werden im Muster-Ordner von Gimp abgelegt (unter Ubuntu ist das: /usr/share/gimp/2.0/patterns ). Öffnet man nun den Muster-Dialog über Fenster -> Andockbare Dialoge -> Muster, sollten sich nach einem Klick auf den Button Muster neu laden die eingefügten Muster finden lassen.

Nun kann es auch endlich mit der eigentlichen Arbeit losgehen. Zunächst erstellen wir eine neue Ebene und füllen diese mit einer Textur, die wir als Basis nutzen wollen. Dazu wählt man das Füllwerkzeug und setzt die Füllart auf Muster und wählt die passende Textur aus. Ein Klick in die neu erstellte Ebene füllt diese mit der Textur.

Für jede weitere Geländeart erstellen wir nun eine Ebene und malen das Gelände mit dem Klonen-Werkzeug auf. Dazu muss in den Einstellungen des Werkzeugs als Quelle das entsprechende Muster gewählt werden. Als Ausrichtung wählen wir Registriert oder Ausgerichtet, da ansonsten Kanten entstehen, wenn man mehrere “Pinselstriche” tätigt. Für die Geländegestaltung gibt es keine idealen Vorgaben. Am besten einfach mit der Pinselform und der Deckkraft ein wenig spielen. Verwendet man für jede Textur eine Ebene, können Fehler sehr einfach ausradiert werden. In Photoshop lässt sich der Vorgang noch etwas geschickter durchführen. Dort kann man in den Ebeneneigenschaften eine Musterüberlagerung wählen und die eigentliche Füllung der Ebene ausblenden. So kann man mit beliebigen Werkzeugen die Ebene füllen und malt trotzdem immer in der entsprechenden Textur.

Hat man alle Geländeteile erstellt, kommt noch ein weiterer mühsamer Schritt. Die einzelnen Kartenteile müssen als Grafiken abgespeichert werden. Dazu fasst man zunächst temporär über Bild -> Sichtbare Ebenen vereinen alle Ebenen zu einer zusammen. Nun kann man die einzelnen Kartenteile einfach aus dem Bild herauskopieren und gesondert abspeichern. Um hierbei das Raster optimal zu nutzen, sollte die Einrastfunktion über Ansicht -> Magnetisches Raster aktiviert werden. In Photoshop kann und sollte man für diesen Vorgang Slices verwenden, da man sich dann nur einmal die Mühe machen muss die Slices anzulegen. Bei nachträglichen Änderungen wird dann die Speicherfunktion für Slices verwendet, die für jedes Slice automatisch ein eigenes Bild anlegt.

Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen helfen. Kommentare zu Verbesserungen, alternativen Vorgehensweisen und Links zu euren Ergebnissen sind ausdrücklich erwünscht.

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